Intonation der Hauptorgel (2)

Aktuell (04.06.2020) sind schon fast alle Labialregister der Hauptorgel intoniert. In der Basilika wird in zwei Schichten gearbeitet: von 04:00 Uhr bis 14:00 Uhr technischer Aufbau Chororgel, von 14:00 Uhr bis ca. Mitternacht Intonationsarbeiten an der Hauptorgel

  • An einem Behelfsspieltisch im Kirchenschiff hört Intonateur André Gude die Klänge der Hauptorgel von unten ab.

Technischer Aufbau der Chororgel

Bilder vom 04.06.2020

  • Gerüst für den Chororgelaufbau

Bilder vom technischen Aufbau des Fernwerks

Woche vom 04.05.2020 bis 08.05.2020

  • Das Fernwerk über dem Heilig-Geist-Loch (auf dem Dachboden der Kirche, über dem Gewölbe) entstand in der Woche vom 04.05.2020 bis 08.05.2020. (Foto: Prof. Rudolf Hiendl)

Intonation der Hauptorgel (1)

Wer vom Kirchenschiff aus zur Empore hochblickt, könnte meinen, die neue Hauptorgel wäre bereits fertig. Indes sind im Moment die monatelangen Arbeiten des leitenden Intonateurs André Gude und seines Teams im Gange. Gude ist Spezialist für den Klang der Orgelpfeifen. Er bearbeitet jede der über 4000 Pfeifen der neuen Hauptorgel einzeln, um ihre Klangfarbe und Lautstärke für ihren jeweiligen Standort so anzupassen, dass alle Pfeifen eines Registers gut harmonieren. Außerdem arbeitet er darauf hin, dass alle Register in der speziellen Akustik des Kirchenraums die gewünschte Klangcharakteristik erreichen, er muss das Instrument quasi „in den Raum komponieren“.
Erfahrung ist für Intonateure sehr wichtig. André Gude hat diese Erfahrung. Er ist bereits seit 1993 bei Firma Eule beschäftigt und seit über 20 Jahren mit dem Thema Intonation befasst.
Mittlerweile sind vom Hauptwerk fast alle Labialregister, vom Oberwerk bereits viele Labialregister intoniert. Die Zungenregister der Orgel kommen erst in einigen Wochen dran.

André Gude bei seiner Arbeit im Inneren der Hauptorgel: Mit einem sog. „Stimmhorn“ werden die offenen Labialpfeifen aus Metall bearbeitet.
Herr Gude am viermanualigen Spieltisch, bei dem das Pedal im Moment noch fehlt. Natürlich darf ein Intonateur die Klänge nicht nur vom Spieltisch aus beurteilen. Dabei hilft der „Orgamat“ (hier am 3. Manual): ein Gerät, das auf dem Spieltisch den Anschlag von Tasten eines Keyboards kopiert, mit dem sich der Intonateur auch unten im Hauptschiff bewegen kann. Im Hintergrund Pfeifen, die noch nicht eingebaut sind, weil sie im Inneren der Orgel den Zugang zu anderen Pfeifen erschweren oder verhindern würden.

Orgelbauförderverein aufgelöst

Der Orgelbauförderverein St. Jakob Straubing e. V. hat sich mit Datum vom 04.12.2019 wegen Erfüllung des Vereinszwecks satzungsgemäß aufgelöst. Er existierte vom 10. April 1991 bis 4. Dezember 2019 und somit mehr als 28 ½ Jahre lang.

Königin lässt Bischof warten

Orgelbauer in St. Jakob können Termin nicht halten – Orgelweihe verschoben

Die Mitarbeiter der Orgelbaufirma Eule aus Bautzen können den Termin für die Fertigstellung der neuen Orgel von St. Jakob nicht halten. Deshalb muss die Orgelweihe durch Bischof Dr. Rudolf Voderholzer verschoben werden, berichtet Kirchenmusikerin Annette Müller. Die Orgelbauer hätten den sehr straffen Zeitplan bis zur Orgelweihe am 22. Dezember geschafft, wenn nicht ein defekter Windmotor alles zunichte gemacht hätte.

„Die Arbeiter haben in den vergangenen Wochen wirklich unter Hochdruck gearbeitet“, ist Annette Müller voll des Lobes für die Eule-Mitarbeiter. Die Intonation der Orgel, also die für den Klang der Orgel entscheidende Phase, sollte in zwei Schichten erfolgen. Allerdings wurde jetzt festgestellt, dass ein Windmotor schadhaft geliefert worden ist. Weil die Herstellerfirma aber keinen Ersatzmotor in dieser Größe vorrätig hat, muss der Motor nun ausgebaut, zurückgeschickt und repariert werden. Wie lange das dauern wird, ist noch nicht klar.

Für die Intonation der Orgel wäre die Zeit also noch mehr zusammengeschrumpft, weshalb die Verantwortlichen der Pfarrei St. Jakob die Orgelweihe verschoben haben, berichtet Annette Müller: „Die Intonation ist eigentlich der wichtigste Teil der Arbeit. Sie gibt der Orgel angepasst an den Kirchenraum den Klang.“ Deshalb sei es sinnvoll gewesen, den Termin zu verschieben, um dieser Arbeit die nötige Zeit zu geben. Außerdem kann dann vermutlich die ganze Hauptorgel fertig gestellt werden, nicht nur der erste Bauabschnitt.

Schöne Weihnachtsmusik und verschobene Konzerte

„Leider müssen deswegen auch einige musikalische Veranstaltungen entfallen, die wir für die Festtage nach Weihnachten geplant hatten“, bedauert Annette Müller und versichert: „Dennoch wird es schöne Weihnachtsmusik in der Basilika St. Jakob geben.“

Ein Improvisationskonzert mit dem „Collegium Vocale Jacobiense“ und dem Stiftsorganisten der Alten Kapelle in Regensburg, Wolfgang Hörlin, wird verschoben. Das weihnachtliche Programm singt das Ensemble in einem der weihnachtlichen Gottesdienste am 5. oder 6. Januar.„

Besonders freut es mich, dass das Orgelkonzert mit dem Pariser Organisten Frédéric Blanc nicht entfallen muss“, berichtet Annette Müller. Das Neujahrskonzert am 1. Januar um 17 Uhr mit hauptsächlich französischen Komponisten wie Daquin, Langlais, Widor, Duruflé, Vierne, aber auch Schuman und Elgar sowie Improvisationen von Blanc selbst, kann an der Rieger-Orgel der Wallfahrtskirche am Bogenberg stattfinden.

Neue Konzertreihe: Orgel am Samstagmittag

Damit die Straubinger die neue Orgel nicht nur bei den Gottesdiensten hören, plant Annette Müller im nächsten Jahr eine Orgelreihe am Samstagmittag. An den vier Adventsamstagen 2020 werden verschiedene Straubinger Organisten jeweils eine halbe Stunde lang die ganze Vielfalt der Orgelmusik präsentieren. Die perfekte Ergänzung der Vorbereitungen auf Weihnachten. Im Frühjahr 2021 soll die Reihe der samstäglichen Orgelkonzerte fortgeführt werden. -fun-

Quelle: Straubinger Tagblatt vom 03.12.2019

Bilder vom technischen Aufbau der Hauptorgel (4)

10.10.2019

  • Der große Schwellkasten für das „Récit-Orchestral“ (III. Manual) wurde - akustisch gesehen hervorragend - so knapp wie möglich unter dem Gewölbe platziert.

Bilder vom technischen Aufbau der Hauptorgel (3)

12.09.2019

  • Auf mittlerer Höhe innerhalb des Gehäuses: Der große Schwellkasten für die Register des IV. Manuals. Darüber wird der noch größere Schwellkasten für die Register des III. Manuals entstehen.